Markus und Sonja auf Weltreise
Apr
16
2010
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Dubai

Nachdem wir beide aus dem Reisestress fast nahtlos in den Stress in Deutschland übergegangen sind, ist die Zeit zum Blogeintrag schreiben relativ knapp bemessen. Stress deshalb, weil alles organisiert sein will, von Krankenkasse, über Hochschulangelegenheiten und Wiedersehenstreffen. Auch die Jobsuche darf  ja nicht zu kurz kommen! Trotzdem will ich noch ein bisschen nachträglich über Dubai schreiben.

Dubai war als Zwischenstation eigentlich nur mit eingeplant, da die Flüge gut und häufig sind und es eben auf dem Weg liegt. Also haben wir uns entschlossen hier einen Tag zu verbringen. Der Kontrast von dem armen Indien, wo Menschen ihr Dasein auf den Straßen fristen und betteln um zu überleben, zu den super reichen Millionären in Dubai hat uns wirklich umgehauen. Für uns stand die Welt Kopf und wir sind erst einmal in die BP Tankstelle in Dubai und haben uns bekannte Süßigkeiten, wie Kinderschokolade oder Überraschungsei oder Bahlsen Schoko-Kekschen gekauft. Dann ging es weiter mit unserem Privatchaffeur Malek, auf einer wirklich individuellen Sightseeing Tour durch Dubai.

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Apr
01
2010
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Wieder daheim

Wie wahrscheinlich die meisten schon wissen, sind wir wieder gut im etwas kalten Deutschland gelandet. Unsere Letzte Station war Dubai mit 36°C und der Kontrast von über 20° war echt krass. Nachdem wir dann gemerkt haben das kurze Hosen in Deutschland noch  nicht die vorteilhafteste Kleidung ist, haben wir uns dem Wetter zumindest kleidungsmäßig wieder angepasst. Die Flip Flops gegen fest Schuhe getauscht, Rock und Shorts gegen lange Hosen, dazu noch Pulli und Jacke. Sachen die wir das letzte Jahr nicht vermisst haben :)

Unsere Rückkehr war natürlich als Überraschung gedacht und eigentlich jeder hat uns am 01. April zurück erwartet. Es gab diese Woche bereits schon super viel zu organisieren und wir sind ziemlich im Stress. Die Feiertage gehen wir etwas ruhiger an und genießen erst einmal leckeres deutsches Essen.

Wir hoffen (wie alle natürlich) dass es bald Sommer wird und die Flip Flops nicht allzu lange im Schuhregal Pause machen müssen…

Über die letzten Reiseziele gibt es noch einige Einträge und die restlichen Bilder lade ich auch noch Stück für Stück hoch, das Blog ist also noch lange nicht angekommen und es lohnt sich auf jeden Fall die nächsten Wochen wieder mal reinzuschauen. Was danach damit passiert, wissen wir noch nicht, aber einfach mal schauen, was sich so entwickelt. Vielleicht schreiben wir einfach so immer wieder ein bisschen, statt nur einfach unseren Facebookstatus updzudaten.

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Mar
27
2010
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Indien – Teil 2

Letztendlich sind wir entgegen aller Anzeichen und dem chaotischen Verkehrsverhältnissen vollkommen wohlbehalten in unserem ersten Hotel angekommen. Der Stadtteil ist etwas abschreckend, aber das Hotel sah ganz gut aus. Die Inder sehen die westlichen Leute die sich ein Hotel leisten können als superreich an, was im Verhältnis auch stimmen mag. Pro Nacht kostet ein Zimmer im Verhältnis soviel wie der Hotelportier in einem ganzen Monat verdient, wobei wir „nur“ 40€ für das Doppelzimmer (inklusive Frühstück und 45 Minuten Taxifahrt) bezahlen. Für das Geld bekommt man ein Hotelzimmer mit geschätzte 35m2, vier Betten, ein Tisch mit Stühlen, ein extra Schreibtisch, ein abgetrenntes Bad, Klima, Kabelfernsehen und 24 Stunden Zimmerservice. Vor der Tür steht die ganze Nacht jemand, sollte man irgendwelche Wünsche oder Probleme haben, was sich anfangs etwas unbehaglich anfühlt.

Am nächsten Tag sind wir weiter nach Udaipur. Dies ist die einzige Strecke die wir in Indien fliegen, den Rest fahren wir sehr günstig im Zug. Udaipur wird nicht umsonst „Venedig des Ostens“ genannt und auch in der Umgebung gibt es viel zu sehen und es war wirklich lohnenswerte Entscheidung hier einige Tage zu verbringen. Die Menschen in Udaipur leben hauptsächlich vom Marmor- und Zinkabbau, der Rest arbeitet in der Tourismusbranche, wie uns unser Fahrer Anwar Khan erklärt während er uns vom Flughafen abgeholt. Das Hotel mit Doppelzimmer, mitten in der Altstadt ist super sauber und mit 13€ pro Nacht sehr günstig. Wir haben ein Haveli, also traditionelles Hotel gebucht,was eine wirklich interessante Erfahrung war. Das Hotel hatte zudem ein Dachterassenrestaurant mit Blick auf den Palast der mitten im See gebaut wurde. Hier wurde auch der James Bond Film Octopussy gedreht und der dazugehörige Rolls Royce steht in dem Oldtimermuseum in der Stadt. In den meisten Jugendherbergen und Hostels läuft dieser James Bond Film deswegen von morgens bis abends im Fernsehraum. An unserem ersten Tag in Udaipur haben wir uns entschlossen einen Tagesausflug zu machen. Dazu hat uns der Hoteleigene Fahrer den ganzen Tag über 200 km durch die Gegend gefahren und das für gerade mal 30€ insgesamt. Wir hatten wieder denselben Fahrer, der uns auch vom Flughafen abgeholt hat und es war immer sehr lustig sich mit ihm zu unterhalten, soweit er uns überhaupt verstanden hat.

Bisher war ich auch immer der Meinung jeder würde wissen dass es 2 Weltkriege gab, aber das war unserem Fahrer neu. Ich habe ihm dann versucht ihn ein wenig darüber aufzuklären, so gut das eben auf einfachen Englisch und im Auto geht. Als ich ihm dann gesagt habe das nach dem Krieg Israel gegründet wurde, meinte er das wären keine guten Menschen und die machen genauso viel Ärger wie Leute aus Bangladesh oder Pakistan, weil sie genauso denken würden. Ich wollte ihm kurz den Unterschied zwischen den Ländern und deren Glauben erklären (zumindest so gut wie ich es selber verstehe), habe es dann aber lieber gelassen.

Allein schon ein wenig über das Land mit dem Auto zu fahren war eine sehr gute Entscheidung. Erstens ist die Luft viel besser, es gibt weniger Verkehr und man sieht wie die einfachen Menschen außerhalb der Stadt leben. Unser Eindruck war, dass es den Leuten dort fast besser geht als in der Stadt. Die Dörfer und Siedlungen sind kleiner und die meisten Menschen leben von der Landwirtschaft. Trotz der unglaublichen Hitze von fast 40°C läuft hier niemand in kurzen Hosen herum. Die Frauen tragen selbst bei der Feldarbeit oder beim Wasser holen, das sie in Silber- und Goldtöpfen auf dem Kopf balancieren, ihren langen traditionellen Gewändern. Die Kinder gehen um 9.30 Uhr morgens sehr sauber gekleidet in Schuluniformen zum Unterricht und winken den ausländischen Touristen freudig zu. Die meisten Leute auf dem Land freuen sich auch sehr wenn man von ihnen und ihrer Arbeit Fotos macht.

Überhaupt wird man hier in Indien als weißer Mensch oder (leicht erkenntlich) als ausländischer Tourist wie etwas sehr besonderes behandelt. Für Touristen steigt der Preis mindestens um das doppelte oder sogar gleich ein mehrfaches von dem was indische Staatsangehörige bezahlen. Aber man wird auch meistens begafft. Vor allem auf dem Land sieht man wie Jugendliche Fotos von uns mit ihren Handys machen und auch etwas reichere Inder wollen das man ihre Kinder küsst und fotografieren das auch. Jeder will mit aufs Bild wenn man irgendwelchen Sehenswürdigkeiten besichtigt. In Chittorgarh waren wir scheinbar auf diesem ganzen Berg die einzigen weißen Touristen und sobald wir irgendeine Sehenswürdigkeit betraten, hat siche jeder umgedreht oder uns lange von oben bis unten gemustert. Chittorgar war eigentlich nur als ein kurzer Zwischenstopp eingeplant, bevor es nach weiter nach Jaipur geht, aber wir haben hier trotzdem eine Nacht verbracht. Das Hotel lag etwas außerhalb und war eigentlich eher ein 450 Jahre alter Palast. Wir haben die beste Suite bekommen, als Entschädigung dass das bestellte Taxi 200 Rupee mehr gekostet hat, als versprochen.

Bilder zu diesem Eintrag gibt es auch!

Written by Markus in: Indien |
Mar
24
2010
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Indien – Teil 1

Kuala Lumpur haben wir inziwschen hinter uns gelassen. Leider hatten wir dort nur 24 Stunden Aufenthalt, aber es hat uns auch in der kurzen Zeit sehr gut gefallen. Grund für unseren Malaysia Aufenthalt war eigentlich nur das Ticket für unsere nächste große Station, Indien. Unser Flieger nach Neu-Delhi ging leider erst abends, so dass wir nach dem ganzen sight-seeing in Kuala Lumpur auf dem 5,5 Stunden Flug gut geschlafen haben. Gott sei Dank wurden wir am Flughafen von unserem ersten Hotel abgeholt. Zumindest dachten wir anfangs das wäre gut, jemand zu haben der sich auskennt, andererseits war nach der Zollkontrolle unser erster Eindruck wieder  anders.

Schon aus der Luft konnten wir diese riesige Stadt mit ihren 12.8 Millionen Einwohner bestaunen, über die wir fast 10 Minuten geflogen sind. Man sieht einfach nur Lichter und Straßen überall. In der Ankunftshalle steht eine uniform Schar von dunkelhäutigen indischen Fahrern links und rechts des Ausganges und alle Augen blicken gespannt auf die Ankömmlinge und jeder Hotelfahrer versucht seinen Fahrgast zu erspähen. Sobald unser Blick nur länger als normal auf den Fahrer mit unserem Namensschild verweilt, hat er verstanden, dass wir seine Gäste sind und er macht sich gleich auf den Weg um uns am Ende des Absperrung abzufangen und will gleich unseren Gepäckwagen schieben. Ich hätte das auch wirklich selber gekonnt, aber er besteht fest darauf. Wahrscheinlich käme er den andern Indern als fauler und schlechter Fahrer vor wenn sie sehen würden dass ich den Wagen selber schieben muss. Schon auf dem Weg zum Auto ist uns die Armut und das Chaos in Indien aufgefallen. Jeder geht seines Weges, bettelnde oder verstümmelte Menschen werden liegen gelassen, davon gibt es einfach zu viele um Mitleid zu empfinden. Kinder liegen einfach mitten auf dem Boden in dreckigen, dunklen Unterführungen und schlafen. Alle Passanten steuern einfach um das zusammengekauerte Kind herum; alles ganz normal, nur nicht für uns. Auf dem Parkplatz erschrecken wir regelmässig da überall gehupt wird, aus allen erdenklichen Gründen, oder auch einfach um anzuzeigen: Jetzt komm ich. An dem Auto angekommen, erschrecken wir zuerst ein wenig, da es super klein ist und wie im ersten Moment bezweifeln, dass da 3 Personen und 4 Rucksäcke reinpassen. Aber wie wir später gelernt haben, geht in Indien noch viel mehr auf engstem Raum!

Unser Fahrer spricht nur gebrochen Englisch, aber er erklärt das es 45 Minuten bis zum Hotel im Stadtteil Karol Bagh dauert. Unsere Augen tränen ein wenig während uns auf der Rückbank den Fahrtwind durch das offene Fenster ins Gesicht bläst. Schuld an den tränenden Augen ist jedoch nicht der Wind selbst, sondern die Luftverschmutzung in Delhi: Katalysatoren, Feinstaubbelastung oder Umweltschutz ist in Indien kein beachtenswertes Thema. Die Stadt ist einfach übervoll und für uns sieht es so aus als ob hier jeder macht was er will. Kanalisation oder Hygiene ist praktisch nicht existent. Das Abwasser fliesst aus den Gebäuden auf die Straße in Richtung Fluss.

Die Eindrücke sind selbst im Dunkeln überwältigend viele. Wieder zurück zu unserer Taxifahrt ins Hotel: Rush Hour ist abends um elf schon lang rum, aber trotzdem sind die Straßen voll mit Mopeds, Tuk-tuks, kleinen Autos und großen Lastern. Die meisten Laster haben kein Licht und auch kein Rückspiegel, weswegen einfach gehupt wird wenn man überholt oder fanatisch das Fernlicht benutzt wird um den anstehenden Überholvorgang anzuzeigen. Straßenbeleuchtung oder Gehwege gibt es nicht, Schlaglöcher dafür umso mehr. Mopeds quetschen sich durch jede Kreuzung, auf einem Moped sitzen dabei meist 3 Leute oder manchmal eine ganze 5-köpfige Familie. Wie die Verkehrsregeln an Kreuzungen oder Kreisverkehren funktioneren habe ich bis jetzt nicht verstanden. Aber was ich sehe ist das jeder einfach irgendwie reinfährt, dabei ist es fast egal ob man links oder rechts herum reinfährt. Ein bisschen Hupen hier oder da und schon fährt man durch. Verkehrsteilnehmer die ich bis jetzt noch nicht erwähnt habe, sind Vierbeiner aller Art. Am meisten sieht man Kühe und Esel auf den Straßen, aber auchKamele und Hunde gibt es genügend.

Kühe sind in Indien bekanntlich heilige und keiner würde ihnen etwas tun oder sie von der Straße zerren. Auch die Kühe scheinen, im Gegensatz zu mir, die Verkehrsregeln zu verstehen und laufen wo es ihnen gerade beliebt, werden aber nie angefahren oder verletzt. Ganz im Gegenteil hat einmal eine Kuh sogar mich ein wenig zwischen sich und ein Tuk-tuk gequetscht. Das war „selbstverständlich“ mein Verschulden, ich habe ja gesehen das sie da langläuft und ich hätte weggehen können.

Written by Markus in: Indien |
Mar
18
2010
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Thailand – Bangkok

Leider gab es in Bangkok, wie in den Nachrichten ausführlich berichtet wurde, heftige Proteste der Rothemden gegen die Regierung. Blöderweise an dem Tag unserer Abreise, sogar direkt vor unserem Hostel, sowie vor allen wichtigen Einrichtungen, wie dem Palast und dem Regierungssitz. Deswegen konnten wir an dem Tag auch nicht den Palast besichtigen und haben uns sehr sehr früh auf den Weg zum Flughhafen gemacht. Wie der Protest so in etwa aus, seht hier. Das Video haben wir von der Airtrain-Brücke gemacht:

Wir haben es letztendlich zu unserem verspäteten Flug geschafft und sind in Kuala Lumpur angekommen. Mehr Bilder gibt es sobald die Internetverbindung besser ist.

Written by Markus in: Thailand |